Unsere Kandidat*innen für Tübingen

Unsere Kandidat*innen für Tübingen

Am 26. Mai 2019 wählen die Bürger*innen die Stadträt*innen des Gemeinderats in Tübingen.

DEMOKRATIE IN BEWEGUNG (DiB) tritt hier mit einer eigenen Liste an, weil die Tübinger*innen ein Update hinsichtlich Mitbestimmung und Beteiligung in der Kommunalpolitik verdienen.

Um die Lokalpolitik nachhaltig mitgestalten zu können und den Bürger*innen die Möglichkeit der Mitbestimmung näher zu bringen, treten wir mit folgenden Kandidat*innen an:

Platz 1: Sara da Piedade Gomes

Sara da Piedade Gomes

Ich bin 29 Jahre alt, Portugiesin und lebe in Deutschland dauerhaft seit 2013.

Die Arbeitslosigkeit nahm in Portugal aufgrund der Finanzkrise zu. Wie ich mussten viele Menschen ihre Familien und Heimat verlassen, um finanziell überleben zu können. Als ich in Deutschland ankam habe ich zugeschaut wie Unterkünfte von Geflüchteten angezündet wurden, wie Menschen auf der Flucht zum Sterben im Mittelmeer gelassen wurden, die Kriminalität von rechten Extremist*innen zunahm und in vielen Ländern Europas rechte Parteien mehr Zulauf bekamen und dann konnte ich nicht mehr nur zuschauen! Ich habe endlich verstanden, dass in einer Demokratie es meine Pflicht ist aktiv und laut zu werden.

Ich möchte die Stimme von leisen, vielfältigen, finanziell nicht starken Menschen und vor allem Frauen* in die Politik bringen, statt der von Lobbyist*innen.

Platz 2: Stefan Klepp

Stefan Klepp

“Offenheit und Transparenz: Werte, ohne die es nicht geht!”

Mein Herzensthema ist Gerechtigkeit, sei es sozial, ökologisch, in Gender-Fragen oder der Verteilung.
Daher trete ich ein für eine Politik, die
– politische Entscheidungen transparent macht, anstatt Lobbyismus im Geheimen weiter zu ermöglichen
– Mitbestimmung der Bürger*innen auf allen Ebenen zu fördern, und es nicht nur bei einer Meinungsabfrage mit einer technologisch fragwürdigen BürgerApp zu belassen
– bei Themen wie dem Cyber Valley Entscheidungen entschlossen dem Gemeinwohl dienlich macht und nicht Einzelinteressen

Ich wohne seit mehr als 20 Jahren in Tübingen, bin 37 Jahre, Physiker, arbeite als IT-Admin, Mitglied bei DEMOKRATIE IN BEWEGUNG, Musiker und gewerkschaftlich organisiert.

Platz 3: Dr. Lucia Sievi

Ich trete zur Kommunalwahl an, weil ich die sich ausbreitende soziale
Kälte mit sozialer Wärme kontern möchte: Füreinander einstehen; Menschen einbeziehen, statt auszugrenzen; menschliches Miteinander statt homo oeconomicus; zuhören, statt zu (ver-)urteilen.
In meiner Promotion über Demokratietheorien habe ich gelernt, dass 
Demokratie sich stetig weiterentwickeln muss, um möglichst vielen 
Menschen Gehör zu verschaffen. Demokratie in Bewegung steht für genau dies: Alle Menschen als gleichwertig ansehen und neue Wege suchen, eine wirksame Beteiligung der Bürger*innen zu gewährleisten. Dazu braucht es mehr als eine App.
Ich möchte mich vor allem für umweltpolitische Themen einsetzen und 
denke, Tübingen sollte hier ehrgeizig bleiben: Niemand sollte innerhalb 
von Tübingen ein Auto brauchen. Die Nettonull beim CO2-Ausstoß kann 
Tübingen bis 2030 erreichen.
Ich lebe und arbeite als Politikwissenschaftlerin seit 2018 in Tübingen 
und freue mich in dieser schönen Stadt heimisch zu werden. Meine 
Freizeit widme ich meinen Katzen, dem Nähen und meinen Freund*innen.

Platz 4: Marco da Piedade Gomes

Ich bin 34 Jahre alt, geboren und aufgewachsen im Ruhrgebiet. Vor einem Jahr habe ich in Tübingen eine neue private Heimat gefunden, vor zwei Jahren, bei der Gründung von DEMOKRATIE IN BEWEGUNG meine politische Heimat. Unsere Grundwerte Gerechtigkeit, Transparenz, Vielfalt und Nachhaltigkeit möchte ich auch in die Tübinger Kommunalpolitik einbringen.

Besonders am Herzen liegt mir der Wunsch danach, dass Tübingen in Zukunft nicht durch populistische Aussagen, sondern durch zukunftsweisende Mobilitätskonzepte und innovative Stadtpolitik Schlagzeilen macht.

Platz 5: Simone Schmitt-Schnitzer

Ich bin Jahrgang 1965.  2005 kam ich durch das Studium nach Tübingen. Diese wundervolle, weltoffene Stadt hat mich sofort ergriffen, weshalb ich 2016 mit meiner Familie in Tübingen Heimat fand. 

Durch vielfältige berufliche Tätigkeiten von der Altenpflege zur Künstlerin konnte ich das Leben aus sonnigen und wolkigen Perspektiven kennenlernen.

Ich möchte der Demokratie mehr Gewicht geben. Dabei ist es mir wichtig, dass alle Einwohner Tübingens am sozialen Leben teilhaben können, jung oder alt, arm oder reich. Dass Frauen in Not einen sicheren  Platz finden können – ein zweites Frauenhaus für Tübingen ist so ein Ziel.  Tübingen soll vielfältig und weltoffen bleiben, auch für Familien.

Den Menschen und ihren Bedürfnissen möchte ich eine Stimme geben,  die ihnen unkompliziert zugänglich ist und für sie einsteht. 

Mein Credo ist: Miteinander – Füreinander!

Platz 6: Andreas Bergholz

Geboren und aufgewachsen bin ich in Singen am Hohentwiel, bin 26 Jahre alt, habe Volkswirtschaft in Nürtingen studiert und wohne seit 2017 hier in Tübingen, der Ausnahmestadt im Schwabenland. Ich bin Gründungsmitglied von Demokratie in Bewegung: Meine Motivation diese Partei mitgegründet zu haben, war und ist es mich dem hier in Deutschland und der ganzen Welt um sich greifenden Rechtspopulismus entgegenzustellen. Der Aufstieg der AfD, Brexit und Trumps Wahl zum Präsidenten haben mir bewusst gemacht, dass ich mich engagieren muss.

https://www.facebook.com/andi.dayo/videos/1592145064131530/

Wir leben in Zeiten der Veränderung und ich will meinen Beitrag für eine bessere Zukunft leisten.
https://www.change.org/p/rechter-aufmarsch-in-chemnitz-wir-können-nicht-länger-zuschauen-zeitzuhandeln

Für mich handelt und äußert sich Herr Palmer wie ein Rechtspopulist. Ich möchte denen eine Stimme geben, die sich den Handlungen und Äußerungen des Oberbürgermeisters entgegenstellen wollen. Außerdem möchte ich mit Konzepten zur “Bürger*innenversammlung”, Bürger*innenhaushalt und Sitzungslivestreaming, die Teilhabe und Transparenz in der Stadtpolitik erhöhen.

Platz 7: Naima Schumm

Naima Schumm, 24 Jahre, Studentin

Platz 8: Dr. Joachim Lerchenmüller

Wir sollten urbane Mobilität neu denken. Wir sollten uns über die Grenzen des Tübinger Wachstums verständigen. Wir sollten darauf achten, dass Tübingen wieder für alle sozialen Schichten ein Ort wird, an dem sie leben können.  Dafür stehe ich:    Joschi Lerchenmüller, 52 Jahre. Seit Jahrzehnten Wahltübinger, lebe ich mit meiner Familie in der Tübinger Südstadt.  Von Beruf bin ich Pädagoge und Historiker. Meine Hobbys sind Sport treiben, Stocherkahnfahren, ins Theater gehen,…

 

Platz 9: Julia Lilien Meyder

J. Lilien Meyder

Julia Lilien Meyder, 39 Jahre, Projektleitung

Demokratie bedeutet für mich, relevante Themen gemeinsam zu erarbeiten und eine Lösung zu finden, die für möglichst Viele passt. Die (überparteiliche) Zusammenarbeit von Menschen und das Zusammentragen verschiedener Blickwinkel ist hier eine zentrale Aufgabe. Dabei ist es wichtig, auch die Bedürfnisse der Wähler anderer Parteien zu beachten und sich damit auseinander zu setzen, was die Hintergründe für deren Wahlentscheidung sind. Politik darf also kein reiner Lagerkampf der Parteien sein. Jeder ist in der Verantwortung, die Verhältnisse mit zu gestalten. Deshalb engagiere auch ich mich.

Mein Aufgabengebiet sehe ich hierbei darin Menschen zu vernetzten. Gute politische Arbeit ist nicht an einzelne Personen oder Parteien gebunden. Sie kann sich dann entwickeln, wenn sich Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen, Blickwinkeln und Kenntnissen austauschen.

Durch meine Funktion als Leiterin zweier Tübinger Gruppen (“LesBiT – Lesben und Bi-Frauen Tübingen” und “TüBisch – Tübinger Bi-/Pansexuelle und deren polyamore Freunde”), meine Arbeit im Vorstand des Frauencafé Tübingen e. V. und meine Mitgliedschaft im LSBTTIQ Netzwerk Baden Württemberg habe ich viele verschiedene Kontakte und kann mithelfen, diese auch in Bezug auf politischen Austausch miteinander zu verknüpfen.

Platz 10: Tilo Scheffold

Tilo Scheffold, 22 Jahre, Student

Platz 11: Annegret Mack

Annegret Mack, 35 Jahre, Hausfrau

Platz 12: Marcel Vondermaßen

Das Miteinander einer Stadt wie Tübingen stützt sich auf viele Säulen: Vereine, öffentliche Begegnungsstätten, verbindende Veranstaltungen, gemeinsame Werte etc. Ich engagiere mich für ein inklusiveres und nachhaltigeres Tübingen, da ich die Strukturen stärken will, die das Miteinander lebenswert machen. Ich engagiere mich in der DiB, da sie die dazu notwendigen Werte verkörpert: Offenheit für die Vielfalt an Lebensentwürfen; der Einbezug derjenigen, die derzeit noch an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden; eine klare Kante gegen alle, die neue Ausschlüsse propagieren.

Ich bin Philosoph und Politikwissenschaftler, Wahltübinger im vierten Jahr und forsche, wenig überraschend, an der Universität. Mein Schwerpunkt derzeit: Ethik der Führung.

Platz 13: Yasemin Straub

Yasemin Straub, 31 Jahre, Studienreferendarin

Platz 14: Rudolf Schnitzer

Erlernt habe ich, Jahrgang 1963, mehrere Berufe. Auch zwei Universitäten habe ich besucht, zurzeit arbeite ich im internationalen Transportschadenmanagement. Meine Hobbys sind meine Familie, das Lesen von Krimis & Sachbüchern (Politik & Philosophie), Gartenarbeit und Kochen. Bei Demokratie in Bewegung fühle ich mich als überzeugter Demokrat gut aufgehoben.

Als Pendler mit mehrjähriger Ammertalbahn-Erfahrung kenne ich aus vielen Gesprächen auf zugigen Bahnsteigen die Wünsche der Benutzer*innen des ÖPNV. Eine umsteigefreie Innenstadtbahn gehört sicher nicht dazu. Deshalb setze ich mich für die Aufgabe dieses Millionengrabes ein. Wir brauchen kein Tübingen21, sondern ein zukunftsträchtiges, innovatives Verkehrs- und Mobilitätskonzept mit kurzfristig umsetzbaren Lösungen.

Mein politisches Bestreben liegt darin, dass wir wieder stolz darauf sein können Tübinger* zu sein und uns nicht verschämt wegen der rechtspopulistischen Medienpräsenz unseres OB Boris Palmer abwenden müssen. Unser Tübingen soll wieder für alle Menschen lebenswert werden und erschwinglich bleiben, auch für Bürger*innen mit kleinem Einkommen.

Platz 15: Helen Hörzer

Helen Hörzer, 40 Jahre, Dr. der Biologie

Platz 16: Florian Sauer

Florian Sauer, 22 Jahre, Student

Platz 17: Dr. David Storz

Dr. David Storz, 40 Jahre, Geologe

Platz 18: Gregor Conzelmann

Gregor Conzelmann, 21 Jahre, Auszubildender Zimmermann

Platz 19: Konstantin Decker

Konstantin Decker, 35 Jahre, Angestellter

Platz 20: Manuel Dieterich

Manuel Dieterich, 29 Jahre, Promotionsstudent

Platz 21: Andreas Leutloff

Andreas Leutloff, 56 Jahre, Diplom-Pädagoge

Platz 22: Michael Seibt

Michael Seibt

Michael Seibt, Jahrgang 1955, evangelischer Pfarrer, Kontemplationsbegleiter, MBSR-Lehrer – Stressbewältigung durch Achtsamkeit, Supervisor und Coach DGSv. Ich trete unter anderem für eine konsequentere Trennung von Staat und Kirche ein. Mehr Informationen hier: www.mbsr-coaching-tuebingen.de, Mail: mseibt@web.de

Platz 23: Wolfgang Wagner

Wolfgang Wagner, 49 Jahre, Angestellter